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Ein Herz für Blogs?

Ich weiß nicht genau, was ich von dieser Aktion halten soll. Schön und Gut, da lassen sich sicher schöne neue Blogs finden, aber zum einen gibt es eh nichts besseres als Blogsport, diese Community ist so einmalig unterhaltsam, blöd, identitär und doch unersetzlich, dass es eigentlich nur ein Blogperle geben kann, nämlich den Planet, zum anderen ist Bloggen als eine wirklich sinnfreie Tätigkeit der Reproduktion nichts, das man abfeiern könnte denn bei genauerem hinsehen offenbart die Form der Blogs sicherlich irgendwelche entmündigende Mechanismen wie alle Erfindungen der Kulturindustrie. Bei diesen Gedanken wird mir ein ziemlich großes Dilemma bewusst: linke Theoretiker bemühen sich ja ständig die marxistische Theorie zu aktualisieren und auf die neusten Erscheinungen anzuwenden. Da gibt es Texte über Sub- und Jugendkulturen, über die Comiks von Walt Disney, die neusten Hollywoodschinken, Obama und seinen Hund, Britney Spears und die neuste Entwicklung im Conne Island. Aber eins der wichtigsten Erscheinungen im Leben eines sich um seine Identität Sorgen machenden Linken wird einfach ausgelassen: Das Bloggen.
Ein paar Ausnahmen gibt es immer. Unkultur macht sich ja immer mal wieder Gedanken übers Bloggen und die Streetart und auch der Provinzblog bemühte sich ja eine Weile um eine Analyse linken Bloggens. Aber damit wars das auch schon wieder. Was ist da also los? Stellt die Blogosphäre eine so große Komplexität dar, dass es zu schwierig wäre hier noch irgendwelche Strukturen dingfest zu machen? Oder ist es eben gerade zu einfach, Blogsport ein einfacher Spiegel der linken Szene und somit der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer Spielarten? Man dürfte sich wirklich ernsthaft Gedanken machen, würde die Blogosphäre irgendwo außerhalb sich selbst Relevanz haben und würde sie irgendjemand außer den Bloggern selbst ernst nehmen (wobei dieser Ernst wahrscheinlich eher den Gedanken betrifft wer und wer nicht das eigene Blog verlinkt). Da dies aber nicht der Fall ist, darf man blödsinnige Aktionen wie „Ein Herz für Blogs“ getrost vergessen und auf einen sinnvollen Text über Blogs verzichten. Weder war die Idee gut, noch die Welt bereit.

1 comment to Ein Herz für Blogs?

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